Während einer Migräneattacke sinkt die Lebensqualität auf ein Minimum ...
Kopfschmerzen - ein weit verbreitetes Leiden
Schmerzhaftes Bohren, Stechen oder Hämmern im Kopf wird für immer mehr Menschen zum Problem. Häufige oder andauernde Kopfschmerzen sowie Migräne sind heute ein weit verbreitetes Leiden, das durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst und unterhalten wird.
Jeder zweite Deutsche hat zumindest gelegentlich mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Bei etwa zwanzig Prozent treten sie sogar häufig auf. Zwar sind Kopfschmerzen oder Migräne nicht lebensbedrohlich, sie können aber bei chronischem Verlauf die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinflussen.
Die große Zahl von Kopfschmerzformen, die Vielfalt der Ursachen und unterschiedlichen Bezeichnungen haben in der Vergangenheit zu Verwirrungen bei Patient und Arzt geführt. Erst 2003 hat sich die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) auf ein Ordnungssystem geeinigt, das inzwischen 251 verschiedene Kopfschmerzarten umfasst. Nach dem Vorschlag der IHS werden Kopfschmerzen in zwei große Gruppen unterteilt: in primäre und sekundäre Kopfschmerzen.
Sekundäre Kopfschmerzen
So genannte Sekundäre Kopfschmerzen sind Begleiterscheinungen anderer Krankheiten, wie z. B. Erkältung und Grippe, Kopfverletzungen oder Nervenschmerzen. Durch die Behandlung der Grunderkrankungen verschwinden in der Regel auch die Kopfschmerzen.
Primäre Kopfschmerzen
Sind Kopfschmerzen selbst die Erkrankung, spricht man von den Primären Kopfschmerzen. Es werden zwei Hauptgruppen unterteilt: den Kopfschmerz vom Spannungstyp und die Migräne. Zusätzlich werden seltene Formen wie z. B. Cluster-Kopfschmerz und Kopfschmerz durch Medikamentenüber-gebrauch unterschieden. Wichtigste Voraussetzung für die Diagnose eines primären Kopfschmerzes ist der Ausschluss eines sekundären Kopfschmerzes.